Betriebskonzept nimmt Formen an - Juli 2018

Unser geplanter Sport- oder auch Bewegungskindergarten nimmt immer konkretere Formen an.  In den letzten Wochen hat Monika Brückner sehr intensiv am pädagogischen Konzept gearbeitet. Zentrale Säulen bei der Erziehung, Ausbildung und Betreuung der Kinder werden die Themen Bewegung, Ernährung und Medienkompetenz sein. Natürlich werden auch die klassischen Handlungsfelder aus dem Bildungsplan im Angebot verankert: Musikalische Früherziehung, Malen, Basteln, Werken, Forschen, Entspannen, Natur und Wertevermittlung.

 

In unserer Sportkita wollen wir nach dem teiloffenen Konzept arbeiten. Das bedeutet, dass jedes Kind einer Stammgruppe sowie einer festen Erzieher(in) und einer Ergänzungskraft zugeordnet ist. Zum Tagesstart findet in den Gruppen ein Morgenkreis statt, in dem die Anwesenheit der Kinder überprüft und der Tagesablauf vorgestellt wird. Bis dahin haben alle Kinder die Möglichkeit, sich in den vorhandenen Bewegungslandschaften und Aktionsflächen frei zu entfalten.

In diesem Wechsel zwischen freiem Spielen / Entdecken und strukturiertem Ablauf nach Plan sehen wir für die Kinder die besten Entwicklungsmöglichkeiten.

Bewegung macht schlau

Kinder sollen sich bewegen – Sie lernen gerade in den ersten Lebensjahren schnell und viel vorwiegend durch Bewegung. Kinder „be-greifen“ ihre Umwelt. Nur wer körperlich fit ist, kann die Möglichkeiten seiner Persönlichkeitsentwicklung und seine geistigen Fähigkeiten voll ausschöpfen.

Unumstritten ist, dass Bewegung nicht nur die grob- und feinmotorischen Fähigkeiten schult, sondern ebenso soziale Fähigkeiten wie Teamfähigkeit, Hilfsbereitschaft und Empathie fördert.

Experten weisen zudem immer wieder auf die wichtige Rolle der Bewegung beim Spracherwerb hin.

Es wird deutlich, dass deshalb auch Kinder mit erhöhtem Förderbedarf von einer bewegungsorientieren Erziehung enorm profitieren.

 

Bewegung macht sicher

Experten von Unfallversicherungen haben festgestellt, dass die meisten Unfälle von Kindern aufgrund von Stürzen durch Ungeschicklichkeit passieren. Das Problem ist, dass aufgrund fehlender Bewegungserfahrung immer mehr und tragischere Unfälle passieren. Ziel kann es nicht sein, sämtliche Risiken zu vermeiden. Vielmehr ist es Aufgabe der Erziehenden die Kinder im bewussten Umgang mit Gefahren zu schulen und vielseitigste Bewegungserfahrungen zu ermöglichen.

Kann ein Kind eine Rolle vorwärts turnen, wird es sich bei Stürzen reflexartig abrollen, während Kinder ohne diese Fähigkeit  unter Umständen schwere Verletzungen an der Wirbelsäule davontragen.

Bewegungskonzept in der Sportkita

Neben den klassischen Bildungsinhalten die vom bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan vorgegeben werden setzt die Sportkita in ihrem Konzept auf den positiven Effekt der Bewegung:

  • Klassische Bildungsinhalte werden beispielsweise im Malatelier, der Bibliothek, im Forschungs- und Technikraum und den Gruppenräumen vermittelt.
  • Die gesamte Kita wird so gestaltet, dass frei gewählte und angeleitete Bewegung möglich ist. Die Gruppenräume werden mit attraktiven Bewegungslandschaften ausgestattet, die im Gruppenalltag zum Klettern, Schwingen, Balancieren und Springen auffordern. Selbst der Gangbereich wird zum Bewegungsraum.
  • Bewegungsangebote wie Tanzen, Kinderyoga und Turnen werden sinnvoll in den Krippenalltag eingebunden. (Z.b. bewegter Morgenkreis)
  • Bewegungswochen werden eingeplant (Winter-, Sommersportwochen)
  • Verschiedene Sportangebote wie Eislaufen, Schwimmen, Radfahren, Inlineskaten werden als Kurs angeboten. Auch Eltern sollen die Kurse zugänglich gemacht werden.
  • Im Konzept ist ein täglicher Aufenthalt im Freien vorgesehen.
  • Die Eltern sind dazu aufgefordert, sich an der gesunden, bewegungs- und ernährungsorientieren Philosophie der Kita zu beteiligen. Die Teilnahme an Informationsveranstaltungen und Gesundheitsaktionen wird vorausgesetzt.
  • Ernährung und Bewegung sind untrennbar miteinander verbunden. Die gesamte Verpflegung (Brotzeit, Mittagessen, Getränke) wird deshalb von der Kita gestellt. Zusätzliche Snacks, die Kinder mitbringen, sind im Konzept nicht vorgesehen.
  • Die Mitarbeiter/innen trauen den Kindern (angepasst an den Entwicklungsstand) zu, bei Bewegungserfahrungen Gefahren selbst abschätzen zu lernen.

Die Mitarbeiter/innen leben Bewegungsfreude vor und wecken bei den Kindern den Spaß an Sport und Bewegung. Sie setzten somit den Grundstein für ein lebenslanges Sporttreiben.